Gynäkologie und Geburtshilfe

Die Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe, die sich überwiegend im 2. Stock des Hauptgebäudes befindet, wird von einem Ärzteteam (Chefarzt, drei Oberärzte, 11 Assistenzärzte) mit langjähriger Erfahrung und hoher Spezialisierung betreut.  Fünf der ärztlichen Mitarbeiter sind Fachärzte. Der Chefarzt und zwei Oberärzte haben die Schwerpunktbezeichnung „Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin“ erworben. Zusätzlich hat der Chefarzt die Schwerpunktbezeichnung "Gynäkologische Onkologie". Aufgrund der von der Ärztekammer Nordrhein erteilten Weiterbildungsermächtigungen besteht die volle Ausbildungsmöglichkeit zum Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe (60 Monate) sowie die Möglichkeit der vollständigen Weiterbildung im Schwerpunkt „Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin“ (36 Monate).

Jährlich werden 2.500 stationäre und 5.000 ambulante Patientinnen betreut. Gemeinsam mit der Kinderklinik ist die Abteilung als Perinatalzentrum Level I anerkannt. Mit 1.200 Geburten pro Jahr gehört das St. Marien-Hospital zu den größten Entbindungskliniken im Rheinland. Sie ist Gründungsmitglied des kooperativen Brustzentrums Düren und von der Ärztekammer Westfalen-Lippe als einer von zwei operativen Standorten des Brustzentrums Düren zertifiziert. Jährlich werden 80-100 Patienten mit primärem Mammakarzinom und 35 Frauen mit einem primärem Genitalkarzinom behandelt.

In der Abteilung steht ein eigener urodynamischer Messplatz zur Verfügung. Dementsprechend besteht eine Spezialisierung für die Abklärung und Behandlung von Descensus-Erkrankungen und Harninkontinenz. Die gynäkologische Endoskopie (diagnostische und operative Laparoskopie sowie Hysteroskopie) erfolgt entsprechend dem Level „MIC II“ (Minimal invasive Chirurgie) der Arbeitsgemeinschaft für Gynäkologische Endoskopie. In der Pränataldiagnostik besteht eine Anerkennung der DEGUM (Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V.) entsprechend der Stufe II. Zusätzlich sind Mitarbeiter für das nichtinvasive Ersttrimester-Screening durch die FMF (Fetal Medicine Foundation) Deutschland zertifiziert. In der Kindergynäkologie besteht eine Kooperation mit der Pädiatrie in Form einer gemeinsamen Sprechstunde.

Aufgrund zahlreicher Ermächtigungen durch die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein sind Spezialsprechstunden für die gesamte pränatale Diagnostik (ausführliche Sonografie im I. und II. Trimenon, Echokardiografie, Dopplersonografie), die Senologie, die gynäkologische Onkologie und die allgemeine Gynäkologie etabliert. Die konservative Onkologie wird in Zusammenarbeit mit dem MVZ (Medizinisches Versorgungszentrum) Onkologie des St. Marien-Hospitals Düren durchgeführt. Bei interdisziplinären Tumoroperationen besteht eine Kooperation mit der Chirurgie des St. Marien-Hospitals sowie mit der Urologie des Krankenhauses Düren. In der Perinatologie und Pränatalmedizin erfolgt eine Zusammenarbeit mit Spezialisten der Universitätskliniken Aachen, Bonn und Köln.

An den Werktagen erfolgt täglich um 7.45 Uhr und um 15.30 Uhr die Dienstübergabe in der Bibliothek (Gynäkologische Ambulanz), in der Fachzeitschriften und Lehrbücher zur Verfügung stehen. Jeden Montagmorgen um 7.15 Uhr erfolgt im Rahmen der Dienstübergabe auch eine interne Fortbildung. Jeden Mittwoch um 17.00 Uhr findet die Tumorkonferenz des Brustzentrums Düren statt.

Die PJ-Studierenden (max. zwei pro Tertial) werden jeweils sechs Wochen der geburtshilflichen und der gynäkologischen Station sowie vier Wochen der Gynäkologischen Ambulanz zugeteilt. Es besteht die Möglichkeit der aktiven Teilnahme an allen gynäkologisch-geburtshilflichen Eingriffen (1. und 2. Assistenz) und an Geburten. Es werden Kenntnisse in der gynäkologisch-geburtshilflichen Sonografie vermittelt. Unter Anleitung betreuen die PJ-Studierenden eigenständig gynäkologisch-geburtshilfliche Patienten auf der Station. Beim Erlernen der notwendigen Blutentnahmen und des Anlegens von Infusionen werden die Studierenden unterstützt. In der Ambulanz sind sie in die Betreuung von Notfallpatientinnen miteinbezogen. In der Bibliothek steht Literatur zur Vermittlung der notwendigen theoretischen Kenntnisse zur Verfügung. Als Ansprechpartner stehen die Assistenzärzte/-ärztinnen, die Oberärzte und der Chefarzt gerne zur Verfügung.