Angststörungen

Bestimmte Ängste gehören zur normalen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Entsprechend häufig kommen Angststörungen im Kindes- und Jugendalter vor. Oftmals treten gewisse Ängste entwicklungsabhängig in bestimmten Altersabschnitten vorübergehend auf und verlieren sich nach Erreichen einer Entwicklungsstufe. Als Beispiel ist hier die ängstliche Reaktion des Kindes zum Ende des ersten Lebensjahres zu nennen, auch 8 Monatsangst genannt. Aber auch in späteren Altersstufen treten typische Ängste, z.B. vor in der Zukunft liegenden Gefahren (z.B. Angst verlassen zu werden) oder Angst vor imaginären Figuren (Gespenster, Hexen oder Monster), auf. Ab dem Grundschulalter gewinnen vermehrt reale Vorstellungen wie Angst vor Krankheit und Verletzung sowie insbesondere auf soziale Situationen bezogene Ängste (Reden in der Öffentlichkeit, Schulsituationen) zunehmend an Bedeutung. Oftmals sind die Grenzen zwischen einer noch als "normal" einzustufenden Angst und einer das Kind oder den Jugendlichen sehr beeinträchtigenden Angst fließend. Insbesondere wenn durch die Angstsymptomatik eine Beeinträchtigung von Alltagssituationen auftritt und dadurch eine gesunde Entwicklung behindert wird, sollte eine Abklärung der Symptomatik erfolgen.

In unserer Abteilung wird neben einer ausführlichen Erhebung der Vorgeschichte und testpsychologischen Diagnostik eine umfassende Beratung sowie individuelle verhaltenstherapeutisch orientierte Psychotherapie angeboten. Insbesondere für Kinder und Jugendliche mit sozialen Ängsten bieten wir eine spezifische Gruppe zum Training sozialer Kompetenzen an (SKT-Training). In dieser Gruppe lernen die Kinder und Jugendlichen oftmals in Form von Rollenspielen den adäquaten Umgang mit Gleichaltrigen und die Überwindung ihrer Angstsymptomatik. Die SKT-Gruppe findet einmal wöchentlich statt und wird durch einen erfahrenen Psychologen geleitet.

Die Anmeldung erfolgt über die Institutsambulanz unserer Abteilung.