Somatisierungsstörungen

Kennzeichnend für Somatisierungsstörungen (Somatoforme Störungen) bei Kindern und Jugendlichen sind immer wiederkehrende, oft sehr verschiedenartige, körperliche Symptome oder Schmerzen, die nicht auf eine körperliche Erkrankung zurückzuführen sind. Im Kindesalter stehen oft Beschwerden des Magen- und Darmtraktes sowie Kopfschmerzen im Vordergrund. Im Jugendalter können vereinzelnd bereits ausgeprägtere Formen auftreten, die über Magen-Darmbeschwerden hinausgehend zu schulischen Beeinträchtigungen und sozialem Rückzug führen. Charakteristisch bei ausbleibender adäquater Behandlung ist ein chronischer Verlauf mit oft wechselhaften und verschiedenartigen körperlichen Beschwerden. Gehäuft treten bei Kindern und Jugendlichen, die an einer somatoformen Störung erkrankt sind, Depressionen und Angststörungen auf.

In unserer Abteilung erfolgt nach einer gründlichen körperlich-neurologischen Untersuchung, die gegebenenfalls eine weiterführende apparative Diagnostik in der hiesigen Kinderklinik beinhaltet, eine umfassende testpsychologische Diagnostik.

Nach ausführlicher Diagnostik erfolgt die Beratung der Eltern und des Kindes sowie bei Bedarf eine symptombezogene Therapie, die neben psychotherapeutischen Elementen Entspannungsverfahren, sowie eine Stärkung des Selbstwertgefühls und der sozialen Kompetenzen beinhaltet. Falls erforderlich werden die im Rahmen der Erkrankung häufig begleitend auftretenden Angststörungen oder Depressionen gezielt behandelt.

Die Anmeldung erfolgt über die Institutsambulanz unserer Abteilung.