Not, Zerstörung und Wiederaufbau

Neben dem ständigen Bauen und Umbauen greift der tägliche Kampf um die notwendigen finanziellen Mittel immer wieder in die eigentlichen Aufgaben eines Krankenhauses ein. Viele Hospitäler hätten ohne das Engagement von Ordensschwestern nicht betrieben werden können, auch das Birkesdorfer nicht.

Die Weltwirtschaftskrise Ende der zwanziger, Anfang der dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts verstärkte die finanziellen Probleme sozialer Einrichtungen. Die Franziskanerinnen konnten die mit der Gemeinde Birkesdorf vereinbarte Abgabe nicht mehr bezahlen. Die Gemeinde erließ sie zwar nicht, halbierte sie aber zumindest auf 2000 Reichsmark jährlich. Der Pflegesatz betrug im Jahre 1931 pro Tag 5,30 Reichsmark.

190 Betten zählte das St. Marien-Hospital Birkesdorf, als 1939 der Zweite Weltkrieg ausbrach. Als er zu Ende war, lag das Krankenhaus zum größten Teil in Schutt und Asche.

Im November 1944 hatten die Schwestern Birkesdorf verlassen müssen. Kaum ein Jahr später begann jedoch schon der Wiederaufbau.

Im Juli 1945 konnten die ersten Patientinnen und Patienten wieder aufgenommen werden, die volle Funktionsfähigkeit des St. Marien-Hospitals war allerdings erst nach der Währungsreform von 1948 wieder gegeben. Die Aufbauarbeiten zogen sich unter großen Schwierigkeiten über viele Jahre hin, bis 1958 erreicht werden konnte, dass das Eigentum von der Gemeinde Birkesdorf an die Schwestern übertragen wurde.