Allgemeines

Die Abteilung steht unter der Leitung von Herrn Dr. med. R. Terhorst. Ihm stehen 3 Oberärzte und 7 Assistenzärzte zur Seite.

Anästhesie

Die Abteilung für Anästhesie, operative Intensivmedizin, Schmerztherapie und Notfallmedizin nimmt wichtige perioperative Aufgaben wahr. Das Ärzte- und Pflegepersonal der Abteilung für Anästhesie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie im St. Marien-Hospital betreut vom Frühgeborenen bis zum Patienten der großen geriatrischen Abteilung Patienten aller Altersstufen. Das Team versorgt die Menschen innerhalb dieses umfangreichen Altersspektrum sowohl bei Operationen als auch bei verschiedensten Arten von diagnostischen Eingriffen anästhesiologisch. Die große Altersbandbreite beweist die hohen fachlichen Ansprüche an die Tätigkeit des Ärzte- und Pflegepersonals sowie ihre integrative Leistungsfähigkeit.

Unser Hauptaufgabenbereich, Narkosen durchzuführen, ist sehr umfangreich: Bei etwa 5.000 Narkosen jährlich stellen wir ein weites Spektrum anästhesiologischer Verfahren zur Verfügung. Wir wenden hier alle gebräuchlichen Techniken der Vollnarkose an: Intubationsnarkose, Maskennarkose, Larynxmaske, die wir mit Hilfe von gasförmigen Inhalationsnarkotika sowie mit der Total intravenösen Anästhesie (TIVA) als zielgesteuerte Infusion (TCI) mit Überwachung der Hirnströme (BIS) durchführen.

Regional anästhesiologische Verfahren bieten wir ebenfalls im gesamten Altersspektrum unserer Patienten an, etwa die Spinalanästhesie, die auch bei Neugeborenen z. B. bei Leistenhernienoperationen zum Einsatz kommt. Weiterhin vervollständigen Plexusanästhesien sowie Periduralanästhesien - besonders auch zur Erleichterung der Geburt - das anästhesiologische Angebot. Modernste medizinische Geräte garantieren, dass wir ein Maximum höchster Sicherheitsstandards erfüllen. Die ultraschallgestützte Regionalanästhesie ist bei uns ein Routineverfahren.

In Übereinstimmung mit den operativen Abteilungen planen und bereiten wir Operationen und die postanästhesiologische Versorgung inklusive der Schmerztherapie zum einen im Aufwachraum vor. Zum anderen geschieht dies aber auch weitergehend auf den Normalstationen z. B. mit von Patienten selbst zu kontrollierenden pumpengestützten schmerzlindernden Verfahren. Die Anästhesie betreibt einen Akutschmerzdienst für die ersten 48 postoperativen Stunden.

Intensivmedizin

Die interdisziplinäre Intensivstation unserer Einrichtung mit 10 Betten plus Schockraum steht unter der ärztlichen Leitung des Chefarztes der Abteilung für Anästhesie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie, Dr. med. Rainer Terhorst, D.E.A.A. Im Laufe der Zeit wurden Voraussetzungen geschaffen, schwerstkranke Patienten auf der interdisziplinären Intensivstation im Sinne einer speziellen anästhesiologischen Intensivmedizin zu behandeln. Indem wir 10 Betten mit 2 Reanimationseinheiten, einen eigenen Schockraum sowie vier voll ausgestattete Beatmungsplätze bereit stellen, können wir eine medizinisch-maximale Versorgung sämtlicher schwerer postoperativer Krankheitszustände sowie traumatologischer, chirurgischer und internistischer Notfälle und ihre konsequente Weiterbehandlung gewährleisten.

Lebenswichtige Funktionen (Atmung, Kreislauf, Stoffwechsel) sichern wir mit modernen intensivmedizinischen Geräten, Notfall- oder Routinebronchoskopien, sonographischen und radiologischen Untersuchungen. Ein lückenloses Monitoring mithilfe aller derzeit verfügbaren und erprobten modernen Messverfahren steht zur Verfügung. Nierenversagen behandeln wir eigenständig mit Nierenersatzverfahren (Dialyse inkl. SLEDD), und Luftröhrenschnitte führt unsere Abteilung selbstständig durch, um Beatmungstherapien zu verbessern. Beatmungstherapien und Therapien zur künstlichen Ernährung führen wir differenziert und an die Bedürfnisse des einzelnen Patienten angepasst durch.

Wenn wir schwerstkranke Patienten mit Langzeitbeatmung oder parenteraler Ernährung betreuen, kooperieren wir eng mit dem hauseigenen Funktionsdienst Aktivierende und Physikalische Therapie (APT), dabei werden auch logopädische und ergotherapeutische Verfahren eingesetzt, um Langzeit- und Folgeschäden zu vermeiden.

Die transfusionsmedizinisch qualifizierten Ärzte der Anästhesie tragen Sorge für die Bereitstellung und Verabreichung von notwendigen Blutprodukten. Des Weiteren versorgt die Anästhesieabteilung lebensbedrohliche Notfälle innerhalb des Hauses über einen eigenen speziellen Funkruf. Die Abteilung trägt zudem die in regelmäßigen Intervallen erfolgende Schulung ärztlicher und pflegerischer Mitarbeiter, sie kontrolliert die Rettungsmittel und stellt diese bereit und organisiert das Notarztwesen für den Rettungsdienst des Kreises Düren mit.

Mit den internistischen Kollegen, deren Patienten ebenfalls auf der Intensivstation betreut werden, arbeiten wir eng zusammen, wenn wir spezielle Untersuchungen und Verfahren wie Lungenspiegelungen, Luftröhrenschnitte, Herzultraschall etc. durchführen. Uns zur Seite steht ein Team von erfahrenen Fachpflegekräften.

Seelsorgerische Gespräche und eine notwendige psychotherapeutische Behandlung unterstützen - neben der ärztlichen Behandlung - eine vertrauensvolle Begleitung von Patienten und deren Angehörigen.

Schmerztherapie

Wir halten in unserem Krankenhaus alle modernen Verfahren zur Schmerzbehandlung vor, angefangen bei den so genannten "einfachen" Schmerzmitteln bis hin zu stark wirksamen Opioiden.

Besonderen Wert legen wir auf eine angepasste, exakt auf die Bedürfnisse des Patienten abgestimmte Schmerztherapie, abhängig von der Art und Größe der Operation. Nach kleineren und mittleren Operationen reichen meist die sogenannten einfachen Schmerzmittel aus, gegebenenfalls kombiniert mit einem Opioid, das jedoch nur wenige Tage angewendet wird. Bei starken Schmerzen haben wir die Möglichkeit, eine sogenannte "Patienten-kontrollierte Schmerztherapie" anzubieten. Hierbei kann der Patient über eine computergesteuerte Schmerzpumpe selbstständig und nach Bedarf seine Schmerzmedikation innerhalb vom Arzt festgelegter Sicherheitsgrenzen per Knopfdruck abrufen. Diese Pumpen füllen wir mit hochwirksamen Medikamenten, die dem Morphin verwandt sind.

Für große Operationen im Brust- oder Bauchraum an Lunge, Magen, Bauchspeicheldrüse, Leber und insbesondere am Darm führen wir in der Regel eine sogenannte thorakal-epidurale Schmerztherapie durch. Hierbei bringen wir ein Lokalanästhetikum, meist in Kombination mit einem Opioid, direkt in die Nähe derjenigen Nervenwurzeln, welche für die Schmerzwahrnehmung im Operationsgebiet zuständig sind. Den entsprechenden Katheter legen wir vor der Operation in örtlicher Betäubung, dies ist nahezu schmerzfrei. Dieses Verfahren dient nicht nur der Schmerzbehandlung, sondern führt nachgewiesenermaßen auch dazu, dass das Wundgebiet besser durchblutet ist, die Wunde besser heilt, sich die Bettlägerigkeit verkürzt und Patienten nach Darmoperationen früher Nahrung aufnehmen können.

Bei Hüftoperationen, insbesondere Hüftgelenksersatz, bieten wir an, einen sogenannten Nervenkatheter in die Leiste zu legen. Hier wird ebenfalls durch Infusion eines Lokalanästhetikums die Schmerzleitung aus dem Wundgebiet in das Gehirn weitgehend unterbrochen. Dadurch können wir die Menge der intravenös verabreichten Schmerzmittel erheblich reduzieren, es treten weniger Übelkeit und Schläfrigkeit auf. Vergleichbare Verfahren gibt es auch für große Operationen an der Schulter.

Welches der Verfahren für Sie im Einzelnen sinnvoll ist, bespricht der Anästhesist mit Ihnen am Vortag der Operation.

Es gibt in unserem Hause eine enge Kooperation und klare Absprachen zwischen den Chirurgen und den Anästhesisten, um postoperative Schmerzen zu behandeln. Bei allen komplexen Verfahren steht rund um die Uhr ein darin erfahrener Anästhesist zur Verfügung, um eventuell auftretende Schmerzen oder unerwünschte Wirkungen zu behandeln oder den Chirurgen bei der Behandlung zu unterstützen.

Nach oben