Viszeralmedizinisches Tumorzentrum Düren

Die onkologische Chirurgie stellt einen wichtigen Pfeiler unserer Klinik dar. Die Therapie ist streng an den jeweils aktuellen Behandlungsleitlinien ausgelegt und erfolgt stets im Behandlungsteam in Kooperation mit den Onkologen, Gastroenterologen, Pulmologen, Strahlentherapeuten, Radiologen und Pathologen.

Unsere Behandlungen orientieren sich an den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und erfolgen auf höchstem medizinischem Niveau. Alle Befunde unserer Patienten werden in unserem wöchentlichen interdisziplinären Tumorboard, z.T. via Videokonferenz, besprochen und daraufhin wird eine für die individuelle Erkrankung und persönliche Situation des Patienten angepasste Therapie vorgeschlagen.

Dr. med. Siegfried Shah (mehr Info ...)
Chefarzt der Klinik für Klinik für Allgemeine, Onkologische und Minimal-invasive Chirurgie
Facharzt für Chirurgie und Viszeralchirurgie
Spezielle Viszeralchirurgie

Dr. med. Thomas Heyer
Klinikdirektor Medizinische Kliniken I+II
Chefarzt der Klink für Innere Medizin
Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie
Zusatzbezeichnung Proktologie

Frau Martina Eichstaedt
Ärztliche Leiterin MVZ Onkologie
Fachärztin für Innere Medizin
Fachärztin für Hämatologie und internistische Onkologie

Behandlungspartner

Krankheitsbilder

Chirurgie des Magens

Magenkarzinome
Die operative Therapie des Magenkarzinoms umfasst die vollständige oder die Teilentfernung des Magens (totale und subtotale Gastrektomie). Bei totaler Gastrektomie erfolgt zumeist die Anlage eines neuen Reservoirs als Magenersatz (Pouchbildung). Die Behandlung unterscheidet sich je nach Ausbreitung des Tumors (Tumorstadium) und je nach genauer Lage des Tumors (Tumorlokalisation). Möglich ist die Operation manchmal sogar per Bauchspiegelung (minimalinvasiv). Bei einem fortgeschrittenen Magenkarzinom erfolgt heute zumeist eine Chemotherapie vor der Operation, um damit die Heilungschancen zu verbessern.

Chirurgie von Dünn- und Dickdarm

Dickdarmkrebs – Kolonkarzinome
Hier stellt die Dickdarmteilentfernung mit Entfernung der benachbarten Lymphknoten die Standardtherapie dar. Die Operation wird offen-chirurgisch oder per Bauchspiegelung durchgeführt werden. Die laparoskopische Operation ist gleichwertig und wird von uns zunehmend häufiger eingesetzt. Kurzfristig gibt es Vorteile für die laparoskopische Operation.  Nicht alle Patienten sind jedoch für dieses Verfahren geeignet, denn am wichtigsten ist die erhoffte dauerhafte Heilung vom Krebsleiden. Sind Lymphknoten vom Tumor befallen, so wird zumeist nach der Operation eine Chemotherapie empfohlen, um die Heilungschancen weiter zu verbessern.

Dünndarmentfernung

  • Fehlbildungen, Tumore, Verletzungen durch Unfälle und auch Einstülpungen des Dünndarms in sich selbst (Invagination) können eine Operation erforderlich machen. Je nach Größe des Befundes führen wir eine laparoskopische (minimalinvasive) oder offene Operation durch. Manche Veränderungen können im Rahmen anderer Bauchoperationen (z. B. einer Entfernung des Wurmfortsatzes = Appendektomie) erkannt und dann auch sofort mit behandelt werden. So entstehen nur geringe Schmerzen und kleine, kaum sichtbare Narben. Nach Operationen in minimalinvasiver Technik erholt sich der Darm zudem schneller und beginnt wieder schneller zu arbeiten.
  • Wandaussackungen und entzündliche Veränderungen (Meckel Divertikel, Sigmadivertikulitis)
  • chronisch entzündliche Darmerkraknungen (M. Crohn, Colitis ulzerose)
  • Durchblutungsstörungen
  • Blutungen, Verwachsungen, Darmverschluss

Chirurgie des Mastdarms (Rektum)

Mastdarmkrebs - Rektumkarzinom
Das Rektum ist der letzte Teil des Dickdarmes von etwa 15 cm Länge. Rektumkarzinome sind häufig. Für den Patienten steht der Erhalt des Schließmuskels im Vordergrund. Je näher der Tumor an den Schließmuskel heranreicht, desto komplizierter wird der Schließmuskelerhalt. Die Ergebnisse in der Behandlung des Rektumkarzinoms wurden in den letzten Jahren durch die Verbesserung der Operationstechnik (TME = totale mesorektale Exzision) und durch die Vorbehandlung mittels Radiochemotherapie beim fortgeschrittenen Rektumkarzinom deutlich verbessert. Beide Methoden werden von uns angewandt. Auch bei Karzinomen, die fast bis an  den Schließmuskel heranreichen, ist daher nach einer Vorbehandlung oft der Schließmuskelerhalt möglich. Falls erforderlich, wird während der Operation vom Pathologen (Schnellschnittuntersuchung) beurteilt, ob der Tumor vollständig entfernt wurde. Betrifft der Tumor jedoch den Schließmuskel, so muss dauerhaft ein künstlicher Darmausgang angelegt werden.

Chirurgie der Leber

Sowohl Operationen bei primären Lebertumoren als auch bei Metastasen in der Leber, aber auch bei gutartigen Erkrankungen, erfolgen bei uns. Verschiedene Resektionstechniken kommen bei uns zur Anwendung. Resektionen bis hin zur Hemihepatektomie (hier wird etwa die Hälfte der Leber entfernt) finden bei uns statt. Entscheidend ist nicht die Größe des Tumors oder die Anzahl der Tochtergeschwülste, sondern die Größe der verbleibenden Leber. Die Indikation wird sorgfältig gemeinsam mit allen beteiligten Fachdisziplinen in der Tumorkonferenz gestellt. Besonders bei Lebermetastasen eines kolorektalen Karzinoms kann vor der Operation eine Chemotherapie sinnvoll sein.

Chirurgie der Gallenblase/-gänge

Die Entfernung der Gallenblase wird heute standardmäßig minimalinvasiv durchgeführt: d. h. über 3-4 kleine Hautschnitte von 5 mm bis 1 cm Länge.

Sollte ein offener Eingriff an den Gallenwegen erforderlich sein, so steht uns hierfür ein flexibles Cholangioskop zur Spiegelung und ggf. Entfernung von Steinen oder Probengewinnung aus dem Gallengang zur Verfügung. Darüber hinaus führen wir auch Eingriffe nach Verletzungen der Gallenwege und bei bösartigen Erkrankungen der Gallenblase und der Gallengänge durch.

Die Operationen an der Gallenblase unterliegen einer ständigen Qualitätskontrolle durch das Land NRW, bei der wir in den letzten Jahren über dem Durchschnitt vergleichbarer Kliniken lagen.

Chirurgie der Bauchspeicheldrüse (Pankreas)

Chirurgie der Milz

Zusätzliche Behandlungsfelder

  • Stomaberatung/Wundmanagment
  • Ernährungsberatung
  • Physiotherapie, Rehabilitation
  • Akutgeriatrie und geriatrische Tagesklinik
  • systematische Schmerzbehandlung (Klinik für Anästhesie)
  • humangenetische Beratung (Uniklinik Aachen)
  • Palliativversorgung
  • Seelsorge
  • Sozialdienst
  • Kooperation mit Selbsthilfegruppen
  • Zusammenarbeit mit Hausärzten und gastroenterologischen Praxen