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Krankenhaus der Zukunft

Ambulantisierung und die Schnittstelle zwischen Praxis und Klinik

v.l.: Achim Wilmar (Leiter Medizincontrolling), Dr.med. Bodo Müller (Ärztlicher Direktor), Dr.med. Axel Sauerwald (Chefarzt Frauenheilkunde und Geburtshilfe), Hiba Mohammed (Leiterin der Belegabteilung HNO-Heilkunde), Dr. med. Christian Schäfer (Oberarzt der Abteilung für Innere Medizin), Dr. med. Petra Hünnighausen (Sektionsleitung Gastroenterologie), Peter Nießen (Leitender Oberarzt der Abteilung für Anästhesie), Dr. med. Markus Meibert (Chefarzt der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie)

Die Krankenhausversorgung in Deutschland befindet sich derzeit in einem tiefgreifenden Strukturwandel. Ein zentraler Bestandteil dieser Entwicklung ist die zunehmende Ambulantisierung medizinischer Leistungen. Mit der Einführung der Hybrid-DRGs und der konsequenten Weiterentwicklung des ambulanten Operierens verfolgt der Gesetzgeber das Ziel, sektorale Grenzen zwischen stationärer und ambulanter Versorgung stärker zu überwinden. Gleichzeitig sollen Versorgungsprozesse effizienter gestaltet und die Qualität der Patientenversorgung nachhaltig gesichert werden.

Gerade an der Schnittstelle zwischen niedergelassenen Arztpraxen und Krankenhäusern entstehen dadurch neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Viele Eingriffe, die früher ausschließlich stationär durchgeführt wurden, können heute ambulant oder in kurzstationären Strukturen erfolgen. Dadurch profitieren Patientinnen und Patienten von kürzeren Aufenthalten im Krankenhaus, schnelleren Genesungszeiten und besser abgestimmten Behandlungsabläufen.

Für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte sowie für Kliniken ergeben sich aus dieser Entwicklung jedoch auch organisatorische, medizinische und ökonomische Herausforderungen. Neue Abrechnungsmodelle, veränderte Verantwortlichkeiten in der Behandlungskette sowie eine engere Abstimmung bei Diagnostik, Operation und Nachsorge erfordern ein gemeinsames Verständnis der rechtlichen Rahmenbedingungen und eine gute Abstimmung der praktischen Abläufe.

Vor diesem Hintergrund fand kürzlich eine Fortbildungsveranstaltung zum Thema „Krankenhaus der Zukunft – Ambulantisierung und die Schnittstelle zwischen Praxis und Klinik“ statt. Die Veranstaltung war sehr gut besucht und verdeutlichte das große Interesse an einer intensiveren Zusammenarbeit zwischen Krankenhäusern und niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten.

Die Referentinnen und Referenten des St. Marien-Hospitals stellten dabei die aktuellen Entwicklungen im Gesundheitswesen vor und gingen insbesondere auf fachspezifische Besonderheiten einzelner medizinischer Bereiche ein. Neben den gesetzlichen Rahmenbedingungen wurden auch praxisnahe Beispiele zur Umsetzung der Ambulantisierung und zur verbesserten Kooperation zwischen Klinik und Praxis diskutiert.

Die Veranstaltung bot damit eine wichtige Plattform für den fachlichen Austausch und zeigte deutlich, dass die enge Zusammenarbeit zwischen ambulantem und stationärem Sektor ein entscheidender Baustein für die zukünftige Patientenversorgung in Deutschland ist.

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