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Darmzentrum

 

Schonend und ganzheitlich: Therapien im Darmzentrum Düren

Ob Blinddarmentzündung, Verletzungen, Polypen oder Darmkrebs: Mit zunehmender Alterung der Bevölkerung nimmt auch der Anteil an entzündlichen Erkrankungen und Tumoren des Darms deutlich zu. Ein Großteil davon kann dank moderner Medizintechniken heute minimal-invasiv operiert werden – das heißt: über kleine Schnitte und Inzisionen mithilfe spezieller Optiken und hochauflösender 4K-Kameras. Hierdurch können sehr häufig ein funktionsfähiger Schließmuskel erhalten und eine Stomaanlage (künstlicher Darmausgang) vermieden werden. Welche Methode (offene Operation oder laparoskopische Chirurgie) am besten geeignet ist, hängt sowohl vom Krankheitsbild als auch vom Ausmaß der Erkrankung ab.

Darmkrebs zählt zu einer der häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland und bei Männern zu einer der häufigsten krebsbedingten Todesursachen. In unserem seit 2021 nach DIN EN ISO 9001:2015 zertifizierten Darmzentrum am St. Marien-Hospital setzen wir daher einen onkologischen Schwerpunkt auf bösartige Erkrankungen des Dick- und Enddarms. Für minimal-invasive und präzise Eingriffe setzen wir die fluoreszenzgelenkte Chirurgie ein; und für einen ganzheitlichen Ansatz kooperieren wir mit Spezialisten anderer Fachabteilungen. So hält unser Darmzentrum neben einer speziellen Stomatherapie alle Strukturen im Haus vor, die für eine umfassende Versorgung von Darmkrebspatienten wichtig sind: ein interdisziplinäres Tumorboard, moderne Diagnostik- und Therapieverfahren sowie ein eingespieltes Fachärzteteam aus den Bereichen Viszeralchirurgie, Gastroenterologie, Onkologie, Radiologie, Pathologie, Pulmologie und Strahlentherapie. Hierbei befolgen wir stets die Richtlinien des Westdeutschen Darm-Centrums (WDC), dessen Mitglied wir seit 2010 sind.

Im Darmzentrum setzen wir auf eine ganzheitliche, interdisziplinäre Behandlung.

Welche Krankheitsbilder werden im Dürener Darmzentrum therapiert?

Ob funktionelle, entzündliche oder bösartige Erkrankung: Das Behandlungsspektrum in unserem interdisziplinären Darmzentrum umfasst eine Vielzahl an Krankheitsbildern, die wir umfassend und immer öfter minimal-invasiv therapieren:

  • Dickdarmkrebs (Kolonkarzinom): Die Dickdarmteilentfernung mit Entfernung der benachbarten Lymphknoten stellt die Standardtherapie dar – sie wird offen-chirurgisch oder per Bauchspiegelung durchgeführt. Die laparoskopische Operation mit weiteren modernen intraoperativen Verfahren wie die ICG-Technik (modernes Verfahren zur Fluoreszenzmarkierung unter nahinfrarotem Licht mit Indocyaningrün) wird von uns immer häufiger eingesetzt; jedoch ist nicht jeder Patient für dieses Verfahren geeignet. Sind Lymphknoten vom Tumor befallen, wird nach der OP meist eine Chemotherapie empfohlen – zur Verbesserung der Heilungschancen.
  • Enddarmkrebs (Rektumkarzinom): Wenn möglich operieren wir alle Mastdarmkrebserkrankungen schließmuskelerhaltend – mit modernen Methoden wie dem minimal-invasiven transanalen Resektionsverfahren oder der TME-Operationstechnik (Totale Mesorektale Exzision). Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit in unserem Haus haben wir auch die Möglichkeit der Bestrahlung und der Chemotherapie.
  • Appendektomie: Die Blinddarmentzündung (Appendizitis) ist auch heute noch ein häufiges und gefährliches Krankheitsbild, das in der Regel eine Operation erforderlich macht. Um eine schnellere Erholung bei geringen Schmerzen zu ermöglichen, bieten wir als Standard die minimal-invasive Entfernung des Wurmfortsatzes („Blinddarm“) an. So entstehen kaum sichtbare Narben im Nabel und Schambereich. Zudem sind ein frühzeitiger Beginn der Ernährung und eine baldige Entlassung aus der Klinik möglich.
  • Dickdarmentzündung (Divertikulitis): Die leitliniengerechte konservative und chirurgische Therapie der entzündlichen Dickdarmerkrankungen stellt einen weiteren wichtigen Baustein unserer chirurgischen Klinik dar. Auch hier erfolgt – wann immer möglich – die Operation minimal-invasiv (extern qualitätsgesichert durch das StuDoQ-Register der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie).
  • Dünndarmentfernung: Fehlbildungen, Tumoren, Verletzungen durch Unfälle und auch Einstülpungen des Dünndarms in sich selbst (Invagination) können eine Operation erforderlich machen. Je nach Größe des Befundes führen wir eine laparoskopische oder offene OP durch. Manche Veränderungen können im Rahmen anderer Bauchoperationen (beispielweise einer Appendektomie) erkannt und dann auch sofort mitbehandelt werden – für weniger Schmerzen und kleine, kaum sichtbare Narben. Nach einer OP in minimal-invasiver Technik erholt sich der Darm zudem schneller und beginnt rasch wieder zu arbeiten. Weitere von uns im Darmzentrum behandelte Krankheitsbilder sind:
    • Wandaussackungen und entzündliche Veränderungen (Meckel-Divertikel)
    • Durchblutungsstörungen
    • Blutungen, Verwachsungen, Darmverschluss

So sanft wie möglich, so invasiv wie nötig – dank moderner endoskopischer Verfahren.

Werde ich über das Narkoseverfahren vor der Operation aufgeklärt?

Ja, selbstverständlich, denn Ihre Sicherheit vor, während und nach der Operation steht für uns an erster Stelle. Spätestens am Tag vor der OP wird das geplante, individuell auf Ihre persönlichen Bedürfnisse abgestimmte Narkoseverfahren durch einen speziell ausgebildeten Arzt der Anästhesiologie mit Ihnen besprochen. In der Regel ist eine Kombination aus einer Vollnarkose und einem Periduralkatheter (rückenmarksnaher Katheter) zur nahezu vollständigen Schmerzausschaltung nach der Operation sinnvoll. Einzelheiten und Fragen können Sie in dem Aufklärungsgespräch ausführlich mit Ihrem Narkosearzt klären.

Vor der OP steht Ihnen Ihr Narkosearzt für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

Welche Maßnahmen können den Heilungsverlauf unterstützen?

Für einen optimalen Behandlungserfolg sind wir auf Ihre aktive Mitarbeit angewiesen. Nach Möglichkeit sollten Sie schon am Nachmittag des Operationstages mit Hilfestellung und unter Anleitung Ihr Bett verlassen und über den Stationsflur gehen. Durch diese frühe Bewegung werden bislang gefürchtete Komplikationen wie Thrombosen oder Lungenentzündungen wesentlich seltener beobachtet. Auch durch eine gezielte Atemgymnastik wird der weitere Genesungsverlauf positiv beeinflusst. In den Folgetagen nach der OP wird die Mobilisation intensiviert. Die Mitarbeiter der Aktivierenden Physikalischen Therapie (APT) werden Sie so lange täglich besuchen, bis Sie in der Lage sind, sich vollkommen selbstständig auf der Stationsebene zu bewegen.

Schnellere Genesung und weniger Komplikationen durch frühe Mobilisation und Atemgymnastik.

Wann erfolgt die Entlassung und welche Verhaltensregeln gelten dann?

Die Entlassung ist meist zwischen dem 5. und 8. Tag nach der Operation möglich. Es erfolgt eine Entfernung der Hautnähte und eine Besprechung der Untersuchungsergebnisse der Gewebeproben – entweder noch während des stationären Aufenthaltes oder im Rahmen einer ambulanten Nachsorge.
Zuhause sollten Sie die körperliche Aktivität keineswegs wieder reduzieren, sondern langsam nach eigenem Befinden steigern. Es bedarf keiner Spezialdiät, jedoch sollten Sie schwerverdauliche Speisen wie Überbackenes oder Hülsenfrüchte in den ersten 14 Tagen nach dem Eingriff vermeiden. Sehr wichtig ist auch hier die ausreichende Trinkmenge von mindestens zwei Litern am Tag. Fällt Ihnen dies schwer, kann es helfen, über die getrunkenen Mengen Buch zu führen.

Eine gesunde, leichte Ernährung und viel Bewegung fördern den Verdauungsprozess.

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