Direkt zum Inhalt Direkt zur Hauptnavigation
  • Kontakt
  • News
  • AA

    Sie können die Schrift in Ihrem Browser durch gleichzeitiges Drücken der Tasten Strg und + vergrößern und mit den Tasten Strg und - wieder verkleinern.

Rolf Merten
„In unserem Alterstraumatologischen Zentrum haben wir ein Herz für ältere Patienten. Hier versorgen wir nicht nur Knochenbrüche, sondern den ganzen Menschen nach einem ganzheitlichen, altersheilkundlichen Ansatz. So ist das Herzstück unseres Zentrums die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Fachrichtungen und Berufsgruppen.“
Elke Kaufhold, Leiterin des Alterstraumatologischen Zentrums

Den gesamten Menschen im Blick: alterstraumatologische Versorgung geriatrischer Patienten im ATZ

Im St. Marien-Hospital sind wir auf die ganzheitliche Behandlung von älteren Menschen mit schwergradigen Verletzungen spezialisiert – sowohl unter traumatologischen als auch unter geriatrischen Aspekten. So sind die Fachabteilungen für Unfallchirurgie und Akutgeriatrie seit 2015 als eine der ersten Abteilungen in Nordrhein-Westfalen gemeinsam als Alterstraumatologisches Zentrum (ATZ) im Kreis Düren zertifiziert.
Im ATZ, das unter der ärztlichen Leitung von Elke Kaufhold zusammen mit Dr. med. Ralf Plaga steht, werden geriatrische Patienten mit Knochenbrüchen fach- und altersgerecht behandelt. Denn ältere Patienten sind oft nicht nur verletzt, sie bringen auch weitere Gesundheitsstörungen und Funktionseinschränkungen mit, die sich ungünstig auf ihren Gesamtzustand auswirken können. Diese Begleiterkrankungen, die deutlich mehr spezielle medizinische und pflegerische Kompetenz erfordern, werden in unserem ATZ interdisziplinär versorgt. Unser Ziel lautet dabei: die Wiedererlangung der größt- und schnellstmöglichen Selbstständigkeit beziehungsweise des Zustands, der vor dem Unfallereignis bestanden hat.
Hierzu zählt die tägliche intensive und strukturierte Zusammenarbeit zwischen Unfallärzten, Geriatern und der operativen Intensivmedizin sowie besonders geschulten Pflegefachkräften, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Logopäden aus der Aktivierenden und Physikalischen Therapie sowie Psychologen, Ernährungsberatern, Sozialarbeitern und Anästhesisten.
Unser gemeinsames Ziel lautet dabei:

  • Umfassende Reintegration des älteren Menschen in sein soziales Umfeld
  • Erhalt und Wiederherstellung der funktionalen Gesundheit
  • Erreichen einer größt- und schnellstmöglichen Autonomie

Ältere Patienten werden im Alterstraumatologischen Zentrum ganzheitlich versorgt.

Warum ist eine interdisziplinäre Versorgung älterer Patienten so wichtig?

Wenn jüngere Menschen einen Knochenbruch erleiden, werden sie meist „einfach“ chirurgisch versorgt; das gilt selbst bei komplizierten Frakturen. Die Betroffenen werden in der Regel ohne weitere Komplikationen rasch wieder gesund und mobil. Das sieht bei älteren Patienten häufig anders aus: Viele betagte Menschen haben Begleiterkrankungen und sind daher körperlich beeinträchtigt oder psychisch vorbelastet, wie zum Beispiel Herz-/Kreislaufschwäche, Diabetes mellitus, chronische Infektionen, COPD, Parkinson-Krankheit, Demenz und Ähnliches. Diese Umstände erfordern deutlich mehr spezielle medizinische und pflegerische Kompetenz, wie sie nur in einem Alterstraumatologischen Zentrum, das sich auf eine interdisziplinäre Zusammenarbeit spezialisiert hat, vorzufinden sind.
Wissenschaftliche Studien belegen, dass die Komplikationsrate in einem Alterstraumatologischen Zentrum signifikant gesenkt werden kann und eine drohende Unterbringung in einem Pflegeheim statistisch seltener erforderlich wird.

Im ATZ kümmern wir uns nicht nur um eine Fraktur, sondern um den ganzen Menschen!

Wie erfolgt die Behandlung im Alterstraumatologischen Zentrum in Düren?

Bereits am Behandlungsanfang erfolgt die Erhebung eines geriatrischen Assessments als einer multidimensionalen Erfassung der persönlichen Lage des Patienten – und zwar in folgenden Bereichen:

  • Medizinische Problemfelder
  • Mobilität
  • Emotion
  • Kognitives Leistungsvermögen
  • Sozioökonomische Verhältnisse

Basierend auf den Ergebnissen des Assessments, das speziell für ältere Patienten entwickelt worden ist, wird ein individueller Behandlungsplan erstellt, der während der wöchentlichen Teambesprechungen an die gegebenenfalls neue Situation angepasst wird.

Auch im Vorfeld einer operativen Versorgung ist bei älteren Patienten deutlich mehr Vorsicht und Anpassung geboten – wie zum Beispiel bei der Auswahl und Ausführung des operativen Eingriffes, einer schonenden Anästhesie und anschließenden Schmerztherapie (nicht zuletzt, um postoperative Verwirrtheitszustände zu vermeiden). Wenn chirurgische Eingriffe notwendig sind, erfolgen diese sehr kurzfristig, größtenteils bereits am Aufnahme- oder am darauffolgenden Tag. Bei gesundheitlich sehr beeinträchtigten Patienten kann eine längere Vorbereitung auf den operativen Eingriff (wie Stabilisierung des Kreislaufes oder Infektionsbekämpfung) erforderlich sein. Unter besonderer Beachtung der Knochenstruktur im Alter (Osteoporose) verwenden unsere Unfallchirurgen bei Operationen spezielle, winkelstabile Platten und Nägel, die meist eine sofortige Bewegung und/oder Belastung erlauben – so werden ältere Patienten schneller mobilisier- beziehungsweise belastbar.

Schonende Eingriffe und moderne Verfahren für eine schnelle Mobilisierung und Belastbarkeit.

Wie werden die älteren Patienten im ATZ weiterversorgt und betreut?

Mit der Zielsetzung vor Augen, eine größt- und schnellstmögliche Selbstständigkeit wiederzuerlangen, werden sowohl die Patienten unter einer konservativen Behandlung als auch die operierten Patienten im Rahmen einer frührehabilitativen geriatrischen Komplexbehandlung bereits nach Aufnahme in der Notfallambulanz aktivierend gefördert. Dabei ist eine Verlegung beziehungsweise ein Abteilungswechsel mit der erforderlichen Umstellung und dem damit verbundenen Zeitverlust in unserem Haus nicht notwendig. 
Nach der konservativen oder operativen Therapie erhalten die Patienten gezielt und problemorientiert physikalische/krankengymnastische Maßnahmen sowie Übungen im Sinne der Anleitung zur Selbstversorgung. Auch der aktivierend ausgelegten Pflege kommt hier eine große Bedeutung zu.

Für die Durchführung dieses ganzheitlich ausgelegten Arbeitskonzeptes steht unseren Patienten im St. Marien-Hospital ein großes therapeutisches Team zur Verfügung, das sich zusammensetzt aus:

  • Ärzten (Chirurgen, Geriater, Anästhesiologen)
  • Fachkräften für Kranken- und Gesundheitspflege (mit spezieller Weiterbildung)
  • Physio-, Ergo- und gegebenenfalls auch Sprachtherapeuten (APT) sowie Psychologen

Zur Vorbereitung auf die häusliche Weiterversorgung oder auf eine Heimaufnahme stehen den Patenten und ihren Angehörigen gerne unsere Mitarbeitenden des Sozialdienstes zur Verfügung. Bei Bedarf können Sie sich auch an die Ernährungsberaterin oder die Seelsorge in unserem Haus wenden.

Unser Ansatz: aktivierende, ganzheitliche Förderung und Anleitung zur Selbstversorgung.

Schneller gesund und mobil mit unserem alterstraumatologischen Expertenteam

Dr. med. Christian David Kautz

Chefarzt der Akutgeriatrie

Facharzt für Innere Medizin
Geriatrie

Kontakt aufnehmen

Dr. med. Ralf Plaga

Sektionsleiter
Facharzt für Unfallchirurgie und Orthopädie
Spezielle Unfallchirurgie und D-Arzt
Zertifizierter Fußchirurg der D.A.F.

Kontakt aufnehmen

Klaus Kurth

Leiter der Aktivierenden und Physikalischen Therapie

Kontakt aufnehmen