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„Neben der fachlichen Weiterbildung unserer Assistenzärzte ist uns eine umfassende Betreuung unserer kleinen Patienten und deren Familien sehr wichtig. Wir sehen nicht nur das Kind mit seiner Erkrankung, sondern betrachten sein Umfeld, seine Fähigkeiten und besonderen Bedürfnisse als ein Gesamtbild. Das sehen Sie genauso? Dann sind Sie bei uns richtig!“
Dr. med. Ulrich Pohlmann, Chefarzt der Kinderklinik

Ärztliche Weiterbildung in der Kinderklinik

Das Kinderzentrum in Düren-Birkesdorf verfügt über uneingeschränkte Weiterbildungs-Ermächtigungen für Fachärzte der Kinder- und Jugendmedizin (60 Monate), im Schwerpunkt Neonatologie (24 Monate), die Zusatzweiterbildungen Allergologie (18 Monate) und Kinderpneumologie (36 Monate) sowie Diabetologie (DDG) und gemeinsam mit dem Sozialpädiatrischen Zentrum im Schwerpunkt Neuropädiatrie (24 Monate).
Unsere Klinik für Kinder- und Jugendmedizin hat sich zur zentralen Betreuungsstelle zwischen Köln und Aachen für Kinder und Jugendliche mit akuten und chronischen Erkrankungen entwickelt. Spezialisierte Fachärzte stehen für alle medizinischen Schwerpunkte der Pädiatrie (ausgenommen Onkologie) zur Verfügung, sodass wir ein breites Spektrum diagnostischer und therapeutischer Möglichkeiten für die speziellen Erkrankungen des Kindes- und Jugendalters anbieten können.
Wir behandeln jährlich tausende junge Patienten stationär und im Team mit dem Sozialpädiatrischen Zentrum und der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie sowie in unseren Terminambulanzen zahlreiche weitere Patienten teilstationär.
Die Neonatologie und Intensivmedizin versorgt im Rahmen des Perinatalzentrums Level 1 in enger Zusammenarbeit mit der geburtshilflichen Abteilung des Hauses sehr kleine Frühgeborene und kranke Neugeborene. Dabei binden wir die Eltern frühestmöglich in die Pflege und Versorgung ihrer Kinder ein und betreuen sie darüber hinaus psychosozial.

Uneingeschränkt und vielseitig: die Weiterbildungsermächtigungen unserer Kinderklinik.

Wie erfolgt die Weiterbildung zum Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin?

Unser Ziel ist eine hochwertige und dennoch ressourcensparende Patientenversorgung, die Einbindung der Begleitpersonen und die Zufriedenheit der Mitarbeitenden. Dazu dienen enge persönliche Zusammenarbeit unter allen Mitwirkenden sowie ein barrierefreier Austausch mit Chefarzt, Oberärzten, Funktionsträgern und den Ärzten in Weiterbildung.
Nach der Einarbeitung werden Sie auf einer pädiatrischen Station als Stationsarzt eingesetzt – unter anderem mit folgenden Aufgaben:

  • Sie komplettieren selbstständig die Diagnostik, Anamneseerhebung und klinischen Untersuchungen, die bereits von den Ärzten der Notfallaufnahme initiiert wurden.
  • Sie erlernen rasch die adäquate Beurteilung von Laborergebnissen und Befunden der Sonografie, die wir hier selbst durchführen sowie der radiologischen und endoskopischen Diagnostik, die in unserem Haupthaus erfolgt.

Zudem beginnt im ersten WB-Jahr die Ausbildung in der Versorgung und Untersuchung gesunder Neugeborener; im zweiten Jahr lernen Sie die Versorgung kranker Neu- und Frühgeborener auf der Kinderintensivstation unter Anleitung des Neonatologen kennen. Im vierten und fünften Weiterbildungsjahr sind Sie in allen Bereichen der Kinderklinik und der Ambulanz eingesetzt und vertiefen Kenntnisse und Fertigkeiten.
Die Sonografie aller kindlichen Organsysteme und des Bewegungsapparates erlernen Sie in angeordneten Ultraschallkursen für Anfänger, danach in der täglichen Anwendung unter Supervision.

Wie läuft die Weiterbildung im Schwerpunkt Neonatologie ab?

Im Schwerpunkt Neonatologie erhalten Sie spezielle medizinische Kenntnisse zu Ursachen von Frühgeburten, Wachstumsretardierung, fetalen Fehlbildungen und Erkrankungen in Risikoschwangerschaften, Medikationen in der Schwangerschaft und Stillzeit sowie zu Befunden der Pränataldiagnostik und Perinatalmedizin. Verpflichtend sind:

  • Zahlreiche Erstversorgungen im Kreißsaal
  • Behandlungen von Infektionen, Geburtsverletzungen und Fehlbildungen
  • Soforthilfe bei Störungen der Atmung, im Herz- Kreislaufsystem, bei Krankheiten des Nervensystems, der Nieren und ableitender Harnwege, immunologisch- hämatologischer Erkrankungen, Störungen der Ernährung sowie des Energie- und Elektrolyt- Stoffwechsels
  • Fragen der Palliativmedizin

Sie erlernen spezifische Techniken in der Notfall- und Langzeitbehandlung von Neu- und Frühgeborenen wie: Blutdruckmessung nicht invasiv (NBP), nach Legen eines Arterienkatheters invasiv-arteriell (ABP), Songrafien inklusive Doppler (Schädel, Abdomen, Pleura, Hüften), neonatologische Echokardiografie, Indikation und Beurteilung spezifischer Röntgenbilder, transkutane Überwachung, diagnostisch-therapeutische Lumbalpunktion inklusive sonografische Steuerung, Anlegen von Elektroden zur EKG- und aEEG-Ableitung, Ersatz von Blutbestandteilen, Durchführung OAE-Screening (Otoakustische Emissionen), Impfstoffapplikationen und Fototherapie.

Weitere Themen: schmerzeduziertes Anlegen eines peripherer Venenzugang inklusive Vorschieben des zentral positionierten Venenkatheters (PICC), individualisierte Misch-Infusionen, adäquates Airway-Management im Kreissaal (kein Routine-Absaugen), Notfall- Pleurapunktion/-Drainage nach Lichtdiaphanoskopie, binasale Sauerstoffapplikation (Highflow), Maskenbeatmung/nIMV am Respirator, Legen von Magen-/Rektal-Sonden inklusive Anspülen, Nasen-CPAP, Nasotracheale Intubation (INSURE), tracheale Surfactant- Applikation über Sonde (LISA), diverse maschinelle Beatmungsformen inklusive HFOV und inhalativem Stickstoffmonoxid (iNO).

Schwerpunkt-Weiterbildung: intensive Befassung mit der jeweiligen psychosozialen Familienkonstitution, der Vorbereitung einer Entlassung aus dem LZ-Krankenhausaufenthalt sowie Anbindung an die Sozialmedizinische Nachsorge (Bunter Kreis).

Wie findet die Weiterbildung in der Zusatzweiterbildung Kinderpneumologie statt?

Sie erlernen die Anatomie und Physiologie der Atemwege, der Lunge und des Thorax, Diagnostik und Therapie von infektiösen und obstruktiven Erkrankungen der Atemwege inklusive Komplikationen von genetischen Erkrankungen mit Manifestation an der Lunge. Weitere Themen: Faktoren der Umweltmedizin, deren Einfluss auf empfindliche Atemwege oder angeborene Fehlbildungen oder pulmonale Erkrankungen des Neu- und Frühgeborenen und deren Folgeerkrankungen.

Außerdem erlangen Sie Kenntnisse zu spezifischen parenchymatösen Lungenerkrankungen, Unfällen, Verletzungen, chronischer Ateminsuffizienz, Tracheostoma und Langzeitbeatmung sowie Erkrankungen des pulmonalen Kreislaufs.

Diagnostische Methoden: Anamnese und klinische Untersuchung, Blutgasanalyse und Monitoring, allergologische Diagnostik, Spirometrie, Bodyplethysmografie und Diffusion, Gasauswaschverfahren, bronchiale Provokationsverfahren, Spiroergometrie, Schweißtests, bildgebende Verfahren (Sonografie, Röntgen, Schichtbildgebung), Ziliendiagnostik, flexible Bronchoskopie, immunologische Untersuchungen, Punktion und Biopsie, genetische Untersuchungen.

Was beinhaltet die Zusatzweiterbildung Allergologie?

Zu den Inhalten der Zusatzweiterbildung Allergologie gehören die Eigenschaften der Allergene und der Allergenextrakte, die Allergieprävention, die Indikationsstellung von Testverfahren, Ernährungsberatung, Immuntherapie, (Hyposensibilisierung) inklusive Erstellung eines Behandlungsplans, Notfallbehandlung des anaphylaktischen Schocks und psychosoziale Problematiken. Sie erwerben Kenntnisse über:

  • Immundefekte und Regulationsstörungen,
  • Immuntoleranz und Autoimmunität
  • Epidemiologie allergischer Erkrankungen
  • Allergencharakterisierung und Allergenverbreitung
  • Auslöser, Symptomatik und Therapie von Pseudoallergien
  • Allergenkarenz
  • Allergen-Elimination
  • Therapieallergene-Verordnung

Allergologische Krankheitsbilder: entsprechende Erkrankungen der Atemwege, an Augen, Haut und im HNO-Bereich, außerdem Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten sowie Insektengift- und Medikamentenallergien, Anaphylaxie (inklusive Aufklärung zur Notfallmedikation).

Was wird im Wissensbereich der Diabetologie vermittelt?

Im Bereich Diabetologie lernen Sie, Diabetes mellitus in den unterschiedlichen Ausprägungen vorzubeugen, zu erkennen und zu behandeln. Sie schulen Typ-1- und Typ-2-Diabetiker mit und ohne Komplikationen. Zur Weiterbildung gehören zudem familiäre und sozial-rechtliche Angelegenheiten bei Diabetikern, Ernährungsberatung und Diätetik, Insulinbehandlung sowie Vorbeugung, Früherkennung und Behandlung von Diabeteskomplikationen. Sie stellen Differentialdiagnosen des Diabetes mellitus, der Begleit- und Folgeerkrankungen.
Zu den Kenntnissen und Fertigkeiten, die Sie erlernen gehören:

  • Labor-Diagnostik
  • Durchführung des oralen Glukose-Toleranztests
  • Medikamentöse Therapie inklusive Neben- und Wechselwirkungen
  • Behandlung diabetologischer Notfälle
  • Ersteinstellungen, Therapiefortführungen und Therapieanpassungen sowie Langzeitversorgungen


Wie gestaltet sich der dienstliche Ablauf in der pädiatrischen Abteilung?

Wir arbeiten im Dreischichtsystem, je ein Dienst für den Bereich Allgemeinpädiatrie inklusive Notfallaufnahme und ein Dienstarzt in fortgeschrittener WB für die Neonatologie und Intensivmedizin. Im Hintergrund ist stets ein Oberarzt rufbereit. Das Kinderzentrum Birkesdorf arbeitet weitgehend papierlos, die Umstellung auf die vollständig elektronische Patientenakte (ePA) kann erst nach dem für 2022 geplanten Umbau des Bettenhauses realisiert werden.
Grundsätzlich ist es unser Bestreben, die Dienstzeiten unbedingt einzuhalten. Daher sollten die individuellen Tätigkeiten so effizient organisiert werden, dass sie regelhaft in der normalen Dienstzeit abgearbeitet werden können. Nicht immer wird dies möglich sein – dringliche Patientenangelegenheiten oder Notfallbehandlungen haben selbstverständlich Vorrang. Die hierdurch anfallenden Überstunden werden in der Regel im Rahmen der Überstundenfreizeitregelungen (freie Nachmittage, zusätzliche Urlaubstage) abgegolten.
Rufdienste gibt es in der Weiterbildung nicht.