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Türen auf mit der Maus: Ein spannender Blick hinter die Kulissen

Wie sieht es eigentlich dort aus, wo Babys geboren werden? Was passiert bei einem EKG? Wie fühlt sich ein Gips an? Und wie warm ist es eigentlich in einem Inkubator?

Am 3. Oktober konnten Kinder und ihre Familien bei „Türen auf mit der Maus“ genau diesen Fragen auf den Grund gehen. Wir haben die Türen unserer Kinderklinik geöffnet und rund 140 Familien eingeladen, unser Krankenhaus einmal aus einer ganz anderen Perspektive kennenzulernen. 
Statt Wartezimmern, Untersuchungen und Behandlungen gab es an diesem Tag vor allem eines: Neugier, Entdecken, Ausprobieren und jede Menge Spaß.

Wo kommen die Babys auf die Welt?

Los ging die Entdeckungsreise im Kreißsaal. Hier konnten die Kinder einen Blick auf den Ort werfen, an dem jeden Tag kleine Menschen das Licht der Welt erblicken. Besonders schön: Wer wollte, durfte selbst noch einmal einen Handabdruck auf einer kleinen Erinnerungskarte hinterlassen.

In der Gynäkologischen Ambulanz wurde es dann richtig spannend: Bei einer Ultraschalluntersuchung konnten die Kinder gemeinsam mit ihren Eltern ein Baby im Bauch anschauen.

Doch wie groß ist so ein Baby eigentlich?

Damit das Wachstum im Bauch besser vorstellbar wird, hatten unsere Gynäkologinnen eine ganz besondere Auswahl dabei: vom kleinen Sesamkorn über eine Aubergine bis hin zum Kürbis. So konnten die Kinder anschaulich nachvollziehen, wie sich ein Baby während der Schwangerschaft entwickelt und wächst.

Einmal Gips bitte!

Im Diagnostik- und Behandlungszentrum (DBZ) konnten die Kinder sich einen Gips anlegen lassen.

Dabei wurde schnell klar: Lange warten, bis der Gips trocken ist, muss man gar nicht. Und weil ein Gipsarm natürlich noch viel cooler aussieht, wenn er richtig auffällt, konnten sich die Kinder für roten oder blauen Gips entscheiden.

Anschließend wurde noch schnell ein Foto gemacht – und schon konnten die Kinder ihren Großeltern zu Hause einen kleinen Streich spielen.
Als besondere Erinnerung gab es außerdem eine Maus aus Gips. Die hatten unsere Kolleginnen und Kollegen eigens für den Aktionstag selbst hergestellt.

Wie schlägt eigentlich mein Herz?

Dieser Frage gingen wir beim EKG auf den Grund.
Wer mutig war, durfte sich einmal komplett verkabeln lassen und erleben, wie ein EKG geschrieben wird. Der Ausdruck durfte anschließend mitgenommen werden. Mit bunten Stickern konnten die kleinen Besucherinnen und Besucher ihr persönliches EKG noch verschönern.
So wurde aus einer medizinischen Untersuchung eine ganz besondere Erinnerung an den Tag.

Blaulicht, Rettungswagen und ganz viel Technik

Ein absolutes Highlight wartete vor unserem Krankenhaus: der nagelneue Rettungswagen des Kreises Düren.
Noch war er nicht im Einsatz – an diesem Tag durfte er aber schon einmal von unseren jungen Besucherinnen und Besuchern genau unter die Lupe genommen werden.
Jede Schublade wurde geöffnet, die Ausstattung genau inspiziert, das Blaulicht ausprobiert und die hydraulische Trage getestet. Natürlich durfte auch das Probesitzen im Notarztwagen nicht fehlen.
Für viele Kinder war das sicher ein ganz besonderer Moment: einmal selbst dort sitzen, wo sonst Rettungskräfte unterwegs sind, um Menschen zu helfen.


Willkommen auf der Kinderintensivstation

Auch auf unserer Kinderintensivstation durften die Kinder hinter die Kulissen schauen.
Hier dreht sich alles um unsere kleinsten Patientinnen und Patienten – um Kinder, die manchmal gerade einmal 1.250 Gramm wiegen und von Anfang an ganz besondere medizinische und menschliche Aufmerksamkeit brauchen.

Besonders faszinierend waren die vielen kleinen Dinge, die im Alltag schnell übersehen werden: ein Mini-Schnuller, eine winzige Windel, die selbst für eine Puppe fast zu klein wäre, und natürlich die Inkubatoren.

Die Kinder durften sogar einmal selbst fühlen, wie warm es darin ist. Schnell wurde klar, warum die allerkleinsten Babys dort ganz ohne Kleidung und nur mit einer Windel liegen können: Im Inkubator ist es angenehm warm und gemütlich.

Geschicklichkeit gefragt!

Im Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) wurde es sportlich.

Im eigens aufgebauten Diagnostik-Parcours konnten die Kinder ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Hand- und Fußteppiche mussten überwunden, ein Seil balanciert und ein Tunnel durchquert werden.

Hier war nicht nur Konzentration gefragt, sondern auch ein bisschen Mut und vor allem: ausprobieren!

Doch bei all den spannenden Stationen hatte am Ende ein ganz besonderer Mitarbeiter die Nase vorn:
Oskar, unser Therapiehund.
Er war der absolute Stargast des Tages. Die Kinder durften Oskar streicheln und natürlich zeigte unser vierbeiniger Kollege auch das eine oder andere Kunststück.
Da wurde schnell deutlich: Medizin und Krankenhaus können auch ganz viel mit Nähe, Vertrauen und Freude zu tun haben.

Ein Krankenhaus zum Anfassen

„Türen auf mit der Maus“ war für uns mehr als nur ein Aktionstag. Es war eine wunderbare Gelegenheit, Kindern unser Krankenhaus auf eine spielerische und positive Weise zu zeigen.

140 Familien haben unsere Einladung angenommen und gemeinsam mit uns entdeckt, was sich hinter den Türen unserer Kinderklinik verbirgt.

Wir haben neugierige Blicke gesehen, viele Fragen beantwortet, gemeinsam gelacht und vor allem erlebt, wie viel Spaß Kinder daran haben können, Medizin einmal selbst auszuprobieren.
Vielleicht fühlt sich der eine oder die andere beim nächsten Besuch in unserer Kinderklinik deshalb ein kleines bisschen sicherer. Denn wer einmal selbst gesehen hat, was hinter den Türen passiert, kennt plötzlich viele Gesichter, Räume und Abläufe.

Ein herzliches Dankeschön an alle Familien, die diesen besonderen Tag mit uns erlebt haben – und natürlich an unsere vielen Kolleginnen und Kollegen, die mit viel Engagement, Kreativität und Herzblut dafür gesorgt haben, dass aus einem Krankenhaus ein großer Entdeckungsort wurde.

Impressionen 

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