Klinik für Geriatrie - Kompetenzzentrum für ältere Patientinnen und Patienten in der Region
Im St. Marien-Hospital Düren wird Alter mit Würde behandelt
Düren. Wenn Dr. med. Christian Kautz durch die Flure der geriatrischen Abteilung geht, erlebt er täglich, was Medizin im besten Sinne bedeutet: Patientinnen und Patienten, die zurück in ihr Leben finden. Begleitet werden sie von einem Team, das jeden Tag mit viel Erfahrung, Qualifikation und menschlicher Wärme dafür sorgt, dass es den betagten Menschen körperlich und geistig besser geht.
Die Klinik für Akutgeriatrie im St. Marien-Hospital in Düren-Birkesdorf zählt zu den profiliertesten Einrichtungen ihrer Art in der Region. Anlässlich des 150-jährigen Bestehens des Hospitals und der Tatsache, dass immer mehr ältere Menschen medizinisch versorgt und gepflegt werden müssen, rückt die Fachklinik diesen Monat ins Zentrum der Aufmerksamkeit.
Die Abteilung trägt das „Qualitätssiegel Geriatrie für Akutkliniken“, eine Auszeichnung, die strukturierte Behandlungsabläufe, interdisziplinäre Therapieplanung und frühzeitiges Entlassmanagement bestätigt. Doch entscheidend ist der Alltag hinter dem Siegel: Ärztinnen und Ärzte, speziell qualifizierte Pflegefachkräfte, Psychologinnen und Psychologen sowie Therapeutinnen und Therapeuten der Logopädie, Ergotherapie und Physiotherapie arbeiten in eng abgestimmten Teams, die auf komplexe Bedürfnisse älterer, häufig multimorbider Patientinnen und Patienten spezialisiert sind. Ergänzt wird die hohe Versorgungsqualität durch Fachweiterbildungen im Zercur-Programm, die ein kontinuierlich qualifiziertes Team sicherstellen.
Die Klinik behandelt eine Reihe typischer Erkrankungen und akuter Zustände, die im Alter besonders relevant sind: akute Schlaganfälle mit Lähmungs-, Sprach- oder Schluckstörungen, Parkinsonerkrankungen mit motorischen und funktionellen Defiziten, Störungen des Flüssigkeits- und Salzhaushalts, schwere Infekte der Atem- oder Harnwege, akute Herz-Kreislauf-Dekompensationen, Stoffwechselstörungen wie Diabetes mellitus, Schwindel-Sturz-Syndrome, Funktionseinschränkungen nach Frakturen oder Amputationen, akute oder chronische Schmerzsyndrome, Mangel- oder Fehlernährung sowie Delir und die Abklärung von Demenzerkrankungen.
Eng vernetzt ist die Geriatrie mit der Unfallchirurgie und der Schlaganfallstation des St. Augustinus-Krankenhauses in Lendersdorf, eine Kooperation, die eine nahtlose Versorgungskette von der Akutbehandlung bis zur Förderung von Alltagsautonomie und Lebensqualität sicherstellt.
„Die Geriatrie ist keine Medizin des Abwartens. Sie ist eine Medizin des Aufbruchs. Wir behandeln Menschen, die oft mit mehreren schweren Erkrankungen gleichzeitig kämpfen, und unser Ziel ist es, ihnen die größtmögliche Selbstständigkeit zurückzugeben. Das gelingt nur im Team, mit Zeit und mit dem Willen, jeden Menschen wirklich individuell zu sehen“, so Dr. med. Christian Kautz, Chefarzt der Klinik für Akutgeriatrie in Düren.
Bei dem 150-jährigen Jubiläum des St. Marien-Hospitals steht die Geriatrie exemplarisch für den Anspruch, auf gesellschaftliche Herausforderung zu reagieren und sie vorausschauend zu gestalten. Angesichts des demografischen Wandels und wachsender Versorgungsbedarfe kommt der geriatrischen Klinik eine besondere Verantwortung zu. „Das Jubiläum bedeutet nicht nur Rückblick, sondern vor allem Verantwortung für die Zukunft. Die Altersmedizin ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie wir im St. Marien-Hospital jetzt und in der Zukunft Medizin und Menschlichkeit zusammendenken“, ergänzt Annika Butzen, Geschäftsführerin der Rur-Kliniken St. Marien-Hospital und St. Augustinus-Krankenhaus in Düren.
Als Vorreiter der Altersmedizin in der Region richtete das St. Marien-Hospital 1990 die erste spezialisierte geriatrische Klinik im Kreis Düren ein. Zu einem Zeitpunkt, als die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie erst fünf Jahre zuvor gegründet worden war und die Altersmedizin noch um ihre Anerkennung als eigenständige Disziplin rang. Mit dem Erweiterungsbau im Jahr 2015 wurde diese Pionierrolle in Düren baulich und inhaltlich konsequent fortgeschrieben.
Als das Marien-Hospital vor 150 Jahren in Düren-Birkesdorf seine Türen öffnete, lag der Fokus vor allem auf der Grundversorgung von Kranken und Bedürftigen. Medizinische Möglichkeiten waren begrenzt, Ordensschwestern und Pflegekräfte kümmerten sich um Menschen jeden Alters, häufig unter schwierigen Bedingungen.
Parallel dazu entstanden erste wissenschaftliche Ansätze zur Altersmedizin. Ein wichtiger Impuls kam 1881 vom französischen Neurologen Jean-Martin Charcot, der erstmals spezifische Krankheitsphänomene des Alters beschrieb. Dennoch dauerte es viele Jahrzehnte, bis sich die Geriatrie als eigenständige medizinische Disziplin etablieren konnte. Erst im 20. Jahrhundert gewann sie auch durch die steigende Lebenserwartung zunehmend an Bedeutung.
Mehr Informationen zum 150-jährigen Jubiläum des St. Marien-Hospitals finden Interessierte unter www.marien-hospital-dueren.de.
Weitere Informationen: Josefs-Gesellschaft gAG, Köln
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Foto (© T. Opgenorth): Das Team der Geriatrie im St. Marien-Hospital in Düren-Birkesdorf freut sich zum 150-jährigen Jubiläum des Hospitals mit der Altersmedizin im Fokus der Aufmerksamkeit zu stehen.