Zehn Millionen Betroffene und kaum jemand spricht darüber
Patientenveranstaltung im St. Marien-Hospital Düren zur Welt-Kontinenz-Woche am 18. Juni 2026
Düren. Rund zehn Millionen Menschen in Deutschland leben mit einer Form von Inkontinenz oder einer Beckenbodenfunktionsstörung. Damit ist etwas jede neunte Person, vom Teenager bis zum Senior, betroffen. Dennoch schweigen die meisten aus Scham, suchen zu spät Hilfe oder wissen nicht, dass es wirksame Behandlungsmöglichkeiten gibt.
Anlässlich der Welt-Kontinenz-Woche (15.-21. Juni 2026) der Deutschen Kontinenz Gesellschaft unter dem Motto „10 Mio! Du auch?“ laden die Chefärzte Dr. med. Markus Meibert (Allgemein- und Viszeralchirurgie) und Dr. med. Axel Sauerwald (Frauenheilkunde und Geburtshilfe) am 18. Juni 2026 um 17:00 Uhr in den Rur-Campus am St. Marien-Hospital ein (Eintrachtstr. 58, 52352 Düren). Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Ziel dieser kostenlosen Informationsveranstaltung ist es, Betroffene und Angehörige zu informieren, Vorurteile abzubauen und aufzuzeigen, dass Inkontinenz in den meisten Fällen erfolgreich behandelt werden kann. Denn immer noch leben Millionen Menschen mit Inkontinenz oder Beckenbodenfunktionsstörungen oft jahrelang ohne angemessene medizinische Versorgung. Viele davon schränken daher ihren Alltag ein, verzichten auf Aktivitäten oder ziehen sich sogar aus dem gesellschaftlichen Leben zurück.
„Viele Menschen glauben, sie müssten mit ihren Beschwerden leben oder sie seien eine normale Begleiterscheinung des Älterwerdens. Das ist ein Irrtum“, erklären die beiden Chefärzte Sauerwald und Meibert. Je nach Ursache stehen heute zahlreiche wirksame Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Die Therapieansätze reichen von gezieltem Beckenbodentraining über medikamentöse Behandlung bis zu minimalinvasiven Eingriffen. Damit stehen die Chancen auf eine deutliche Besserung sehr hoch.
Dr. Sauerwald wird bei der Veranstaltung z.B. über Ursachen und Formen der Inkontinenz aufklären. Dr. Meibert erklärt Ursachen und Diagnostik der Stuhlinkontinenz. Gemeinsam informieren die Mediziner in verständlichen Vorträgen über aktuelle konservative und operative Behandlungsmöglichkeiten. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mit den Medizinern persönlich ins Gespräch zu kommen.
Weitere Informationen: Josefs-Gesellschaft gAG, Köln
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