Seit 150 Jahren für die Menschen in Düren
Jubiläumsfeier im St. Marien-Hospital Düren mit Gästen aus Politik, Kirche und Gesundheitswesen – JG Rur-Kliniken setzen auf Spezialisierung und Zusammenarbeit
Düren. Seit 150 Jahren ist das St. Marien-Hospital ein fester Bestandteil der Gesundheitsversorgung in Düren und der Region zwischen Köln und Aachen. Was 1876 als „Haus für notleidende Kranke“ begann, hat sich über Generationen zu einem modernen Krankenhaus mit einem breiten medizinischen Leistungsspektrum und hochspezialisierten Fachbereichen entwickelt. Mit einem Festakt zum 150-jährigen Bestehen erinnerte das Birkesdorfer Hospital jetzt an seine Geschichte und richtete zugleich den Blick auf die Herausforderungen der kommenden Jahre. Zu den Gästen zählten Vertreter aus Politik, Kirche und Gesundheitswesen, langjährige Wegbegleiter sowie Mitarbeitende des Krankenhauses.
Die Wurzeln des St. Marien-Hospitals reichen bis ins Jahr 1868 zurück, als die Franziskanerinnen von Salzkotten die ambulante Krankenpflege übernahmen. Acht Jahre später stiftete der Kommerzienrat Wilhelm J. M. Schüll ein „Haus für notleidende Kranke“, das am 1. Oktober 1876 bezogen wurde. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich daraus ein Krankenhaus, das sich mit neuen Fachabteilungen, medizinischen Behandlungsmöglichkeiten und baulichen Erweiterungen immer wieder den Anforderungen seiner Zeit anpasste. Heute bildet das St. Marien-Hospital gemeinsam mit dem St. Augustinus-Krankenhaus in Düren-Lendersdorf die JG Rur-Kliniken.
Den Auftakt der Jubiläumsfeier bildete ein ökumenischer Wortgottesdienst, musikalisch begleitet vom Krankenhauschor Querbeet. Im anschließenden Festakt begrüßte Geschäftsführerin Annika Butzen die Gäste, darunter auch Ordensschwestern der Franziskanerinnen von Salzkotten, deren Gemeinschaft die Anfänge des Hospitals maßgeblich geprägt hatte.
In seiner Laudatio würdigte Martin Tölle, Vorstandsvorsitzender der Josefs-Gesellschaft gAG, die Entwicklung des St. Marien-Hospitals und seine Bedeutung für die Region. Dabei stellte er die Verbindung von christlicher Verantwortung und ganzheitlicher Gesundheitsversorgung heraus: „Diese breite Palette macht deutlich: Hier wird Gesundheit nicht isoliert gedacht, sondern im Zusammenhang mit Teilhabe, Selbstbestimmung und Lebensqualität. Im Mittelpunkt aller Angebote steht der Mensch, nach einem ganzheitlichen Verständnis des christlichen Menschenbildes.“
Einen Rückblick auf die medizinische und bauliche Entwicklung gab Dr. med. Bodo Müller, Ärztlicher Direktor des St. Marien-Hospitals: „Wenn wir auf 150 Jahre zurückblicken, sehen wir vor allem eines: Veränderung. Medizin entwickelt sich weiter, Gebäude verändern sich und neue Versorgungsformen entstehen. Was bleibt, ist unser Auftrag, für die Menschen da zu sein und medizinische Kompetenz mit Menschlichkeit zu verbinden.“
Den Blick auf die Zukunft richtete Annika Butzen und betonte: „Es kommt darauf an, medizinische Kompetenzen gezielt weiterzuentwickeln und die Zusammenarbeit zwischen unseren Standorten zu stärken. Die Zeiten, in denen jedes Krankenhaus alles machen konnte oder musste, sind vorbei und das ist medizinisch auch richtig so. Wir setzen auf klare medizinische Schwerpunkte und auf eine Exzellenz, die Patientinnen und Patienten Orientierung gibt.“ Für die JG Rur-Kliniken bedeute dies, die Kompetenzen des St. Marien-Hospitals und des St. Augustinus-Krankenhauses noch enger zu bündeln, Spezialisierungen auszubauen und ambulante und stationäre Behandlungsangebote stärker miteinander zu verzahnen. Ziel sei eine leistungsfähige und langfristig gesicherte Gesundheitsversorgung im Kreis Düren.
Die Bedeutung des St. Marien-Hospitals für die Region wurde bei dem Festakt mehrfach deutlich. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann würdigte in einem schriftlichen Grußwort das Jubiläum: „Deshalb unterstützen wir insbesondere diejenigen Krankenhausträger, die ihre stationären Strukturen an die aktuellen Herausforderungen anpassen und zukunftsfähig ausrichten. Hierzu gehört auch die Josefs-Gesellschaft.“ Das St. Marien-Hospital bezeichnete Laumann als hervorragendes Beispiel für eine leistungsfähige medizinische Versorgung. Besonders würdigte er die langjährige Kompetenz des Hauses in der Betreuung und Behandlung von Frühgeborenen sowie von Kindern und Jugendlichen.
Landrat Dr. Ralf Nolten erinnerte in seinem Grußwort an seine persönliche Verbindung zum Birkesdorfer Krankenhaus, in dem er selbst als Frühgeborener versorgt worden war. Bürgermeister Frank Peter Ullrich würdigte das Engagement der Mitarbeitenden und die Rolle des Hauses für die Gesundheitsversorgung der Stadt. Den Abschluss des offiziellen Festaktes gestaltete der Notarzt und Comedian Dr. Lüder Warnken. Auch für die Mitarbeitenden stand das Jubiläum im Zeichen des gemeinsamen Feierns. Ein Koordinationsparcours und verschiedene Foodtrucks boten Gelegenheit zur Begegnung. Zudem besuchte Geschäftsführerin Annika Butzen die Teams auf den Stationen und in den Abteilungen und bedankte sich mit kleinen Aufmerksamkeiten persönlich für deren langjährige Zusammenarbeit und das tägliche Engagement.
Weitere Informationen: Josefs-Gesellschaft gAG, Köln
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Foto (© T. Opgenorth) v.l.: Gabi Kalkbrenner (Kaufmännische Direktorin im St. Marien-Hospital), Dr. med. Bodo Müller (Ärztlicher Direktor), Dr. Ralf Nolten (Landrat des Kreises Düren), Annika Butzen (Geschäftsführerin der JG Rur-Kliniken), Martin Tölle (Vorstandsvorsitzender der Josefs-Gesellschaft gAG) und Frank Peter Ullrich (Bürgermeister der Stadt Düren)